Montag, 18. Februar 2013

Die "geistigen" Erben des Bruno Gmünder. Ein Kommentar.


Der viel bewunderte schwule Verleger, AIDS-Hilfe-Mitbegründer, Pornohändler und entschiedene Bareback-Gegner Bruno Gmünder, der sich auch selbst ganz besonders bewunderte („einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland“), machte - natürlich völlig ahnungslos (!) - bis Mitte 2008 auch satt Umsatz mit schwuler Bareback-Pornografie.

Im Juni 2011 übergab er alle seine Unternehmungen an die Herren Tino Henn, Nikolaus Reis und Michael Taubenheim.

Noch keine drei Monate später, im September 2011, erklärte der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift MÄNNER, Tino Henn ("der neue schwule Medienfürst", amtierender Bundesvorstand Deutsche AIDS-Hilfe, ehemals Vorstand AIDS-Hilfe Köln, u.a. tätig im GESUNDHEITSWESEN):  „Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."
(„wieder“ hätte Henn sagen müssen)

Das alles ist fein säuberlich in diesem brunoleaks-Blog dokumentiert.

Noch im September 2011, anlässlich des Berlin-Besuchs von Gottes Stellvertreter, zog der Alt-Verleger Bruno Gmünder mit Scharen von Protestierenden gegen Papst Benedikt XVI. und die römisch-katholische Kirche zu Felde. Das war insofern "amüsant", als dieser schwule Verleger in den 30 Jahren seiner so wahnsinnig "schwul engagierten" Tätigkeit nicht ein einziges Buch herausgebracht hat, das die Religionen - Verursacher von Schwulenhass, Schwulenverfolgung und Schwulenmorden - hier speziell das Christentum und die Römisch Katholische Kirche - in irgend einer Form zum Thema hatte.

Damit kommen wir zu der dritten schillernd-schwulen Persönlichkeit: Dr. theol. David Berger, 45, ...

* Studium der Philosophie, Theologie und Germanistik
* katholischer Theologe und Philosoph
* lehrte an der theologischen Ausbildungsstätte der Kongregation der Diener Jesu und Mariens in Blindenmarkt (Niederösterreich) im Bistum St. Pölten
* Ernennung zum Socio Corrispondente (korrespondierender Professor) der Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas von Aquin
* arbeitete als katholischer Religionslehrer
* Vizepräsident der neu gegründeten Deutschen Thomas-Gesellschaft e.V.
* Mitherausgeber und Schriftleiter der katholischen Monatsschrift „Theologisches“, der in seinen Artikeln über Homosexualität die Worte "Unzuchtpartner" und "widernatürliche Unzucht" verwendete
* habilitierte mit dem Buch „Thomismus“, Große Leitmotive der thomistischen Synthese und ihre Aktualität für die Gegenwart im Fach Dogmatik an der Katholischen Universität Lublin in Polen
* Investitur zum Ritter des 1991 gegründeten polnischen Ritterordens der Gottesmutter von Jasna Góra
..... usw. usw.

 2010 veröffentlichte Berger sein „provokantes“ - speziell in Schwulenkreisen umjubeltes - Papst-und-Kirche-kritisches Buch „Der heilige Schein: Als schwuler Theologe in der katholischen Kirche“, das sich für einen atheistischen und engagierten Schwulen wie eine banale Aufzählung seit Jahrzehnten bekannter römisch-katholischer Homophobie und Homoszene liest.

Themenwechsel:
Die rechtsextreme, katholisch-traditionalistische, antisemitische, homophobe, islamfeindliche und diffamierende Hetz-und-Horror-Webseite kreuz.net existierte seit 2004 ... ohne dass sich ein einziger dieser Herren - Bruno Gmünder, Tino Henn und David Berger - irgendwann auch nur andeutungsweise öffentlich darüber aufgeregt hätte.

Erst die kreuz.net-dreckigen Bemerkungen über bzw. nach dem Tod (1. Oktober 2012) des dicken Homo-Clowns Dirk Bach, trieben - nach 9jährigem, ungenierten Treiben dieser Fäkalienschleuder - die ausserordentlich engagiert-emanzipatorischen Schwulen Tino Henn (samt Bruno Gmünder Verlag) und David Berger aus den Puschen, machten sie zu kreuz.net-Gegnern und initiierten die Kampagne „Stoppt kreuz.net“ (Kopfgeld-Prämie). Der ganze Dirk-Bach-Gedächtnis-Aktionismus-Zirkus war eine einzige, Image- und verkaufsfördernde PR-Kampagne für die Bruno-Gmünder-Produkte und -Sex-Shops, sowie für Tino Henn und David Berger.

Damit kommen wir zum Happy-End.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass das unselige „geistige“ Erbe des Bruno Gmünder in exakt den richtigen kommerzgeilen Händen gelandet ist: Im Februar 2013 machte der AIDS-Hilfe-Bundesvorstand und Bareback-Porno-Verkäufer Tino Henn den römisch-katholischen Gottesanbeter David Berger (ab Mai) zum Chefredakteur von MÄNNER, lt. Eigenwerbung „grösstes Lifestylemagazin für schwule Männer“ (oder wie es Insider gerne formulieren: die unverfrorendste Eigenwerbepostille für den ganzen Homo-Plunder der Bruno-Gmünder-Mediengruppe)

MÄNNER-Leser dürfen sich auf was gefasst machen!

Möge Gottesanbeter Berger - in Gottesnamen! - die Auflage in himmlische Homo-Höhen treiben.

Mittwoch, 25. April 2012

siegessäule, queernews.at, schwulissimo, queer.de, Männer, taz ... schwule Blogs ... über Bareback Gay Porn im Hause Bruno Gmünder


Tino Henn, Bundesvorstand Deutsche Aids-Hilfe, frischgebackener Bareback-Porno-Verkäufer

Die Community ist supi. Die Szene supi-supi. Beck, Kerkeling, Lagerfeld & Co. sind supi. Schwule Filme und Bücher sind supi. Bruno Gmünder Bücher sind grundsätzlich supi-supi. Homo-Ehe-Gegner sind mies. Homo-Paar-Adoptions-Gegner fies. KZ-Wiedergutmachungs-gegner fies-fies. Hasssänger, Homohetzer und all die kleinen und grossen Homophoben - alles Dreckskerle ...

In schwulen Medien, Blogs usw. ist die Welt fein säuberlich geteilt. In Weiss und Schwarz. Auf den schwulen Seiten herrscht - über Schwule und alles Schwule - eitel Sonnenschein. Auf der hetero-hinterfotzigen Seite gibts schaufelweis ähbäh, igitt, pfuideifi.

Nur drei Schwule fallen mir ein, die nicht alles Schwule ausnahmslos himmlisch finden: Elmar Kraushaar (hin und wieder), Ralf König (neuerdings), das Blog schwulundsatirisch (regelmässig).

Der Rest ist Freude, Vögeln, Eierkuchen.

http://schwulundsatirisch.blogspot.de/2012/04/hurra-die-kunden-des-bruno-gmunder.html

Am Donnerstag, den 19. April, bekamen wir jene Hausmitteilung "Thema Bareback-Pornos - Stellungnahme von Tino Henn, Vorsitzender Geschäftsführer der bruno Gmünder Mediengruppe und Verleger der Zeitschrift Männer" zugesteckt und veröffentlichten sie unter der Headline "Das Erbe des Bruno Gmünder ..."

Wir baten einen Freund um Mithilfe. Am 21. und 22. April schickte der den Link von "Das Erbe des Bruno Gmünder..." an rund 140 Mailboxen: Schwule Redaktionen, Aids-Hilfen, schwule Buchläden, Handelsfirmen, Vereine, ein paar bekannte schwule Namen ...

Hatten sich die Zugriffszahlen auf brunoleaks (da hier über lange Zeit wenig Neues eingestellt wurde) auf 40 bis 50 täglich eingependelt, schnellten sie zwischen dem 21.und 24. April sprunghaft auf 400 bis (Gipfel) 552 Zugriffe täglich hinauf.

Kommentare = 0
Reaktionen in schwulen Internetkreisen = 0

Dass es dem Pornohändler Bruno Gmünder Verlag die Sprache verschlägt, ist verständlich.

Dass sich das grösste schwule Nachrichten- und Bruno-Gmünder-Lobpreisungs-Portal Queer.de zu kritischen Dingen in Schwulenkreisen grundsätzlich wegduckt, gilt dort als journalistische Sorgfaltspflicht - oder so.

Googelt man heute, 5 Tage nach Bekanntmachung der Tino-Henn-Porno-Mitteilung, die Wortkombinationen "Tino Henn Bareback Porno" oder "Bruno Gmünder Bareback Porno" erscheinen ausschliesslich Ergebnisse von schwulundsatirisch und brunoleaks.

Donnerstag, 19. April 2012

Das Erbe des Bruno Gmünder: 25 Jahre Kampf gegen Bareback-Sex sind genug. Tino Henn will endlich bei Bareback-Pornos mit absahnen.


"Man muss erkennen, wie die Suppe langsam aus dem Mund und aus dem Arsch herausläuft. Dann ist es richtig geil und es gibt die Kohle. Die Leute lieben das!" Mit dieser Aussage eines "bedeutenden russischen Produzenten für Gay-Vollerotik" beginnt der Beitrag "Welcome to Bareback City" im  schwulen Magazin DU & ICH EXTRA Nr. 21, Ausgabe August/September 2006, Seiten 38 bis 43.

Ein Beitrag über den gewissenlosen Einsatz osteuropäischer Jungen für die Produktion schwuler Bareback-Pornos. Thema: Für Peanuts vögeln Jugendliche um ihr Leben.

U.a. steht in dem Artikel diese Zeile: "... Firmen wie ... Bruno Gmünder ... kaufen das Material aus Osteuropa und vermarkten es ... "

Auf einer ganzen Gegendarstellungs-Seite wehrt sich und widerspricht Verleger Bruno Gmünder: "... [das] widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer für uns selbst, unsere Partner und unsere Community... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt... Bareback ist Spaß ohne Rücksicht auf den Partner und Verluste, Bareback ist Lust ohne Zukunft,  Sex ohne Verantwortung..." 

Gmünder, dessen Lebenspartner 1997 nach schwerem Kampf an Aids verstarb, hatte sich seit 1983, als er die "Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V." mit begründete, gegen kondomlosen Sex engagiert. Dieses Engagement war, wie mehrfach in diesem Blog nachgewiesen, zwiespältig.

U.a. feuerte er - in bekannt gmünderscher Gutsherrenart - Pornoproduzenten aus seinem Laden und liess Anlieferungen schwuler Magazine, in denen u.a. zwei/drei Bareback-Filme vorgestellt wurden - kommentarlos und ohne Vorwarnung auf Kosten der Lieferanten zurückgehen ... während gleichzeitig - sowohl im Handelsprogramm wie auch in seinen Läden - weiter Bareback-Pornos feilgeboten wurden.

Ich weiss nicht, wieviele Pornodarsteller und - darstellerinnen wegen Aids sehr früh ihr Leben liessen. Es waren viele. Sehr viele. Und immer noch infizieren sich Sexfilmdarsteller mit HIV. Denn das Bareback-Porno-Geschäft brummt. Nicht nur im schwulen Bereich werden weltweit Ahnungslose, zumeist mit lächerlichen Honoraren geködert, und zum Ficken ohne Kondome vor die Kameras gelockt.

Das Genre Bareback-Pornos ist eines der wenigen, das dem Sex-Handel noch handfeste Gewinne einfährt.

Meldung vom Januar 2012: Mit überwältigender Mehrheit hat der Stadtrat von Los Angeles die Verordnung "Sicherer Sex in der Erwachsenen-Film-Industrie" verabschiedet. Will sagen: Kondompflicht für Pornodarsteller.
In dieser Situation empfindet der Vorsitzende Geschäftsführer der Bruno Gmünder Mediengruppe, Tino Henn " .. die sog. Bareback-Debatte [als] völlig entglitten", stellt die dummfreche Frage "Was ist Bareback überhaupt?" Und beantwortet sie mit "Die Entscheidung, wer welchen Sex hat, liegt bei jedem selbst. Wir möchten unsere Kunden nicht entmündigen..."

Tino Henn: "Unsere Unternehmen werden daher zukünftig die Sortimente um Pornos erweitern, in denen Männer ohne Kondome Sex haben."

Schöner und wortreicher lässt sich kaum erklären, wie man seinen (purzelnden?) Umsatz zu steigern gedenkt.

25 Jahre lang haben die Unternehmen des Bruno Gmünder ihre Kundschaft entmündigt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Interessant immerhin, dass Tino Henn ausgerechnet mit dieser fantastischen Neuigkeit (Heute erkläre ich meine Kunden für volljährig) nicht vor die Presse gegangen ist. Wahrscheinlich stand der Regierende Berliner Bürgermeister Wowereit als nützlicher Nachrichtenüberbringer gerade nicht zur Verfügung. Auch im allwissenden schwulen Nachrichtendienst Queer.de kein Wort.

Es handelte sich nämlich um eine Mitarbeiterinformation "nur für interne Zwecke", sozusagen streng geheim.


Die schwulen Bareback-Porno-Produzenten können aufatmen.

Die dummen, geldgierigen Bareback-Darsteller brauchen sich über Rente und Alzheimer nicht mehr den Kopf zu zerbrechen.


Auch der unter sexuellem Volldampf stehende Jungschwule möge doch bitte hennsche Mündigkeit und Aufgeklärtheit an den Tag legen.


Wie sagen Unternehmer gerne, wenn sie sich verabschieden: "Wünsche gute Geschäfte, Herr Henn!"


Mittwoch, 22. Februar 2012

brunoleaks feiert Jubiläum - mit einer Bruno Gmünder Retrospektive


Am 22. Februar 2012 ging brunoleaks an den Start. 39.512 mal wurde das Aufklärungs-Blog angeklickt. Das sind im Schnitt 108 Seitenaufrufe täglich. Einige haben brunoleaks ein rasend schnelles Ende vorausgesagt. Davon kann keine Rede sein. Obwohl hier seit knapp 3 Monaten kein einziger neuer Eintrag eingestellt wurde, verzeichnet brunoleaks mit erstaunlicher Konstanz (im Schnitt) gut 60 Zugriffe täglich.

Nach Deutschland informieren sich besonders viele Bruno-Fans aus den Vereinigten Staaten, der Schweiz,  Österreich und Frankreich auf diesem Blog. Selbst in Thailand gibt es erstaunlich viele Bruno-Neugierige, obwohl das Label Thailand hier nicht einmal als Suchbegriff existiert.

Total ausgeblieben sind entsetzte, heftige und böse Reaktionen, Gegendarstellungen, Drohungen und leider auch Korrekturmeldungen, obwohl der Archivar nicht nur fest damit gerechnet, sondern sie - hoffend auf eine belebende Diskussion - einkalkuliert hatte. Sage und schreibe nur zwei Kommentare (von sich auskotzenden Spinnern) wurden in den vergangenen 365 Tagen gelöscht.

In zwei Fällen hat Wikipedia die Verlinkung mit brunoleaks abgelehnt, in zwei anderen Fällen besteht sie und wurde nicht moniert.

Natürlich wissen wir, dass auch hier die Lebensgeschichte des berühmten schwulen Verlegers Bruno Gmünder noch längst nicht komplett ist. Grosse, sehr interessante Lücken gibt es noch auszufüllen. Darum werden wir uns - zur Freude der weltweiten Bruno-Fan-Gemeinde - auch in Zukunft bemühen.


Donnerstag, 1. Dezember 2011

Die aktuellen BAREBACK Angebote der Herren Bruno Gmünder (AIDS-Hilfe Mitbegründer) und Tino Henn (Vorstand Deutsche AIDS-Hilfe)


Bruno Gmünder im August 2006 (im Magazin DU & ICH):" ... Richtig ist, dass die Bruno Gmünder Media Firmen keine Vermarktung von sogenannten Bareback-Filmen betreiben ... von Pornofilmen, die bewusst darauf setzen, riskantes, unsafes Sexverhalten als erotisch stimulierend darzustellen, widerspricht unserer Verantwortung als schwule Männer ... Aus dieser grundsätzlichen Einschätzung haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt und sie nicht in unser Programm aufgenommen ..."

Bruno Gmünder, als nachgewiesen wurde, dass in bruno's Sex-Shops jede Menge Bareback-DVDs angeboten wurden, am 6. August 2008: "... Meine Antwort war  u.a. die Mitbegründung der Deutschen Aids-Hilfe, ab 85 die Propagierung des Vernünftigen: Safer Sex ... und in allen unseren eigenen Produkten das Bestreben, schwulen Jungs & Männern ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, die Krise zu meistern ... Bareback ist nicht Sex ohne Gummi, Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens ... Ich versuche meinen, wenn auch geringen, Einfluss in der weise geltend zu machen, dass Gefahrenszenarien reduziert werden ... Gerne lasse ich überprüfen, ob die Titel nicht unseren Regeln für die Sortimentsaufnahme entsprechen   ..."



Und hier nun ein paar Beispiele (Stand 1. Dezember 2011), wie die Bareback-Verkaufspolitik im Hause Bruno Gmünder (Bruno Gmünder Distribution) durch den Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe, Tino Henn, nahtlos fortgeführt wird.



Zur Erinnerung: Bruno Gmünder ist nach wie vor an den Gmünder-Firmen mit 10% beteiligt.


Ebenfalls ungeniert weiter im Angebot jede Menge alter Titel der CAZZO-DVD-Serie "Berlin Privat" mit bareback vögelnden "Freundespaaren", im Hause Gmünder als "Soft-Bareback" verharmlost.

Wir sollten einen Wettbewerb  ausschreiben: Wer findet in bruno's  Sex Shops
und in der Bruno Gmünder Distribution die meisten bareback-Titel?

Freitag, 25. November 2011

Der Lebenslauf des Bruno Gmünder - oder - Was über den schwulen Verleger in Wikipedia NICHT steht...


... auch nicht bei Google u.ä. Suchmaschinen, auch nicht im Schwulenverzeichnis OUT! und schon gar nicht in der "taz" oder schwulen Magazinen à la "Männer".

29. Juni 1956
Geburt Bruno Gmünder in Spaichingen am Dreifaltigkeitsberg (bei Trossingen, Baden-Württemberg)

Ein ebenso fehlerhafter wie schöngefärbter Lebenslauf des schwulen deutschen Verlegers steht (erst seit der 4. Auflage!) in OUT!, dem biografischen Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen (Querverlag, Berlin)
Details: Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger ...

1961 bis 1974
Internatsschüler
Chefredakteur der Schülerzeitung 'Intern' (laut OUT!)

1975-1978
München
Bruno Gmünder lebt in einer WG. Jurastudium an der Ludwig-Maximilians-Universität, Studienabbruch nach 3 Semestern, Zitat Gmünder: Dann hatte ich "alles gelernt, was ein Jurist wissen muss" (Kommentar am 18.5.2011 in brunoleaks)

Maoist, Mitglied Rote Hilfe München, Mitarbeit beim linken Münchener BLATT, Engagement bei amnesty international und in der Gefangenenhilfe (u.a. für die Freilassung des verurteilten Pädophilen Peter Schult).

Gmünder: "...Ich war ja bis 1987, bis ich 22 war, nicht schwul. Ich war links. Ich hatte auf dem Internat Lenin, Stalin und Marx an der Wand hängen, sass in Stammheim in den Verhandlungen..." (taz 18.6.2011)
Details: Bruno Gmünder, vom Maoist zum Millionär

1978
Bruno Gmünder geht nach Berlin und lernt hier seinen Lebensgefährten Gerd-Christian Freiherr von Maltzahn (28.1.1956 - 3.4.1997) kennen.
Laut Wikipedia lebte Maltzahn ab 1976 in Berlin. Dort studierte er Jura und war Schwulenaktivist in der Homosexuellen Aktion Westberlin (HAW), wo er an der Aktion Wir sind schwul. 682 Männer outen sich teilnahm.

ab 1979
ist auch Bruno Gmünder Mitglied in der bereits 1978 gegründeten Prinz Eisenherz Buchhandlung.
In der History dieser ersten schwulen Buchhandlung Deutschlands taucht der Name Bruno Gmünder nicht auf. Der Laden möchte sich sogar noch im Jahr 2011 "aus juristischen Gründen" nicht dazu äussern.
Details: Warum kommt der Name des weltberühmten schwulen Verlegers Bruno Gmümder in der History des Prinz Eisenherz Buchladens nicht vor?

1981
gründen Gerd-Christian von Maltzahn und Bruno Gmünder in Berlin den Bruno Gmünder Verlag, in dem beide gleich anteilig Gesellschafter auch Geschäftsführer sind, unter dem Motto: „Wir sind homo, wir machen homo und wir wollen dem Homo zum Buch verhelfen.“

Als erste Publikation erscheint der schwule Stadtführer Berlin von hinten. Die Idee zu dem Serien-Titel stammt von Berthold Spangenberg, zu jener Zeit Inhaber des Heinrich Ellerman Verlag. Die erste Auflage von 5000 Stück war zu einem Preis von 10 DM innerhalb von vier Wochen ausverkauft.

1982
verlegen Gmünder und Maltzahn - unter Vermittlung von Berthold Spangenberg - Der fromme Tanz, den frühen schwulen Roman von Klaus Mann.

Im gleichen Jahr starten sie mit Michael Föster und Theo Düppe das schwule Magazin TORSO, einen "Mix aus Lifestyle und politisch-engagierten Journalismus". Über das Magazin existiert kein Wikipedia-Eintrag und es wird, nach seiner Einstellung 1983, von Verlag und Verleger Gmünder nur noch ungerne erwähnt.
Das hat Gründe: TORSO ist nie im Bruno Gmünder Verlag erschienen, sondern in einem "Ableger" namens Quadro-Verlags-GmbH (Sitz im Bruno Gmünder Verlag) und landete schon mit der 5. Ausgabe (1/1983) - im Torso-Verlag, Essen. Gmünder und Maltzahn schieben das schwindsüchtige Objekt an Michael Föster ab...
Details: Warum über den Verlags-Flop - das schwule Magazin TORSO - quasi nichts mehr zu finden ist.
Details: Wie der schwule Verleger Bruno Gmünder seine Biographie "glättet"

1982-1987
In diesen Jahren gebärdet sich Bruno Gmünder auf dem bundesrepublikanischen Parkett als DER grosse schwule Moralist. Mit seinen engagierten, seriösen Publikationen im Rücken (in TORSO wurden nur wenige, anspruchsvolle Aktfotos veröffentlicht) zieht er lauthals gegen schwule Pornomacher, -produktionen, und -vertriebe zu Felde. Hintergrund dafür dürfte u.a. sein, dass der Vertrieb schwuler Medien in jenen Jahren in der Hand eines, den gesamten schwulen Markt beherrschenden Pornovertriebs (siehe: Guhert) lag, mit dem sich der Bruno Gmünder Verlag anlegte.

Rund 25 Jahre später - 2011 - inzwischen mit 5 eigenen bundesweiten Sex-Shops, einem eigenem Porno-Vertrieb, eigenen Pornomagazinen und einer Pornoproduktions-Beteiligung (Cazzo), erklärt der Porno-Millionär Bruno Gmünder: "Wir haben erst 2000 mit Pornos angefangen (Lüge!) ... Pornos sind für mich als schwuler Mann von Bedeutung. Ich werde von anderen über meine Sexualität definiert und finde es wichtig, sie weiter zu entwickeln und zu definieren - auch mit Hilfe von Pornos. Wer, wenn nicht wir, soll denn die Fantasien, die wir haben, bunt ausmalen." (taz 18.6.2011)
Details zu "Lüge" und dem taz-Interview: Die taz bietet dem schwulen Selbstdarsteller zum Abschied noch einmal pralle zwei Seiten zur selbstgefälligen Selbstdarstellung. Empfehlung: taz abbestellen!
Details: Die Pornoproduktion des Bruno Gmünder Verlag "für erstarkendes schwules Selbstbewusstsein"

23. September 1983
Elf Personen gründen in Berlin die "Deutsche A.I.D.S.-Hilfe e.V." Einer von ihnen ist Bruno Gmünder, was er (Positiv-Image-bildend) seit der Vereinsgründung, über 28 Jahre lang, als "Aushängeschild" vor sich her trägt. Kein anderes Gründungsmitglied hat sich je derart penetrant mit seiner damaligen Initiative geschmückt.
Details: Wie der schwule Verleger seine Biographie "glättet"
Details: Was die Schwulen niemals vergessen dürfen.

Dezember 1986
übernimmt Bruno Gmünder den Spartacus International Gay Guide von dessen Gründer John D. Stamford.
In brunoleaks erscheint die ganze Geschichte - des Spartacus, von seinem Gründer Stamford und wie Bruno Gmünder das Schnäppchen seines Lebens machte - in sieben umfassend recherchierten, umfangreichen Teilen:

November 1987
erscheint die erste Ausgabe von MÄNNER, "Heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte", ein Softporno-Pin-up-Magazin randvoll mit Fotos halb-eregierter US-Porno-Modelle (aus dem Porno produzierenden US-Verlag LPI Media), vollgestopft mit Kontaktanzeigen und Eigenwerbung. Das Heft, das sich höchstwahrscheinlich wie warme Semmeln verkauft, muss 1989 erzwungenermassen eingestellt werden ("jugendgefährdend")
Details: Wie Bruno Günder von 1987-1991 das "schwule Selbstbewusstsein entfaltet".

17.7.1988
eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn im Berliner Ku'damm-Eck ihren ersten Sex-Shop namens bruno's (im Gmündersprech werden diese Läden als 'Mediathek' bezeichnet), der in Folge, mit 5 weiteren Läden in Berlin, Hamburg, Köln und München, eine Gmünder-Sex-Shop-Kette bildet.
Details: 1988: Bruno eröffnet bruno's, seinen ersten Sex-Shop

1989
folgt

1996
kommt das Magazin "Männer" als Männer aktuell wieder auf den Markt (wird zwischendruch wieder in Männer umgetauft und heisst heute M Männer). Es entwickelt sich zum auflagenstärksten deutschen Schwulenmagazin und tritt - auch als erstes und einziges schwules Magazin - ab Ausgabe 6/2001 der Auflagenzahlen-Prüfgemeinschaft IVW bei.
Aber schon zum Jahresende 2003 muss die Publikation den IVW wieder verlassen. Die verkaufte Auflage erreicht lt. letztem IVW-Stand nur noch knapp 8.000 Exemplare.
Details: Schamlose Auflagen-Hochstapelei (auch) im Bruno Gmünder Verlag


am 3. April 1997
stirbt Gmünders Lebenspartner Gerd-Christian Freiherr von Maltzahn an AIDS.
Maltzahn in Wikipedia
Details: Christian von Maltzahn ganz privat...

9. Juli 1997
Kleinunternehmer (à la Bruno Gmünder) mögen Betriebsräte überhaupt nicht

2001
lernt Bruno Gmünder "Nico" kennen, der als Herbert Engel in einigen Pornofilmen von CAZZO mitgewirkt hat, u.a. in bONKING bERLIN bASTARDS, Wilde Ferien, Casting Couch ...

Laut taz-Interview vom Juni 2011 war/ist Gmünder eigentlich gegen die "Homo-Ehe", erklärt aber - im gleichen Interview - ein paar Fragen später: "...Ich habe einen Mann..." Sie sind also doch verpartnert? "...Wir sind jetzt zehn Jahre zusammen. Und jetzt wollen wir uns verpartnern." (taz 18.6.2011)
Details: Bruno Gmünder und die Homo-Ehe

Dezember 2004
Stellvertretend für die kommerzielle Ausrichtung des Magazins Männer steht die Ausgabe 12/2004. Die 116 Seiten Umfang enthalten 38 Seiten Eigen- und Fremdanzeigen, Callboy- und Telefonsexanzeigen plus Kleinanzeigen. Summe summarum sind 1/3 des Heftes reinster Kommerz.

Juni 2005
In Männer 6/2005 zieht Bruno Gmünder über schwule Politschwuchteln und Miesmacher (mit zu kleinem Schwanz) her. Solche undifferenzierten Ausfälle sind sein Markenzeichen.

2006
Erfolgreiche Einführung des Reisemagazins Spartacus Traveler.

am 17. Juli 2008
erscheint in der 110. Ausgabe des Magazins Buddy der Artikel "Bruno's Big Bareback-Heuchelei", der mit aktuellen Aufnahmen von bruno's Verkaufsregalen nachweist, dass in den Sex-Shops des Bruno Gmünder (des engagierten AIDS-Hilfe-Gründers!) Bareback-Filme angeboten werden, obwohl Bruno Gmünder und sein Geschäftsführer Michael Taubenheim sich schon 3 Jahre zuvor gegen eine ähnliche Bareback-Behauptung verwahrt haben (Du & Ich, 9/2006, S. 33).
Details: Über das Geschäft mit schwulen Bareback-Pornos - und die Rolle Bruno Gmünders, Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe.
Details: "Bareback ist die Propagierung unsafen Verhaltens"... und wurde bis 2008 in bruno's Sortiment angeboten.
Details: Bruno Gmünder: "Unsere Verantwortung als schwule Männer ... haben wir Bareback-Filme immer abgelehnt"
Mehr: Schmeisst Bruno Gmünder jetzt das Bareback produzierende Pornolabel Bel Ami raus?

2009
bringt Bruno Gmünder das 200 Seiten starke Magazin Männer Body heraus. Ein Flop - es erscheint nur eine Ausgabe.

September 2010
Das Blog schwul und satirisch macht publik, dass der queer.de-shop und bruno's online-shop - bis auf Webadresse und Header - 100% identisch sind.
Details: Queer.de und Bruno Gmünder. Eine ganz entzückende Liaison.
Details: Es steht keinesfalls überall drauf, wo Bruno Gmünder dreinsteckt.

Nachdem Bruno Gmünder 90% desVerlages in 2011 verkauft, wird diese erstaunliche Verquickung des wohl meistfrequentierten schwulen Nachrichtenportals mit dem grössten deutsche Schwulenverlag (stillschweigend) beendet.


März 2011
erklärt das schwule Magazin M (Männer), herausgegeben im Bruno Gmünder Verlag, seinen eigenen Verleger und Herausgeber zu "einem der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland".
Mehr über seine Lebenswerk-Selbstwürdigung: Bruno Gmünder erklärt sich zu einem der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland

März 2011
tauchen Gerüchte auf, dass Bruno Gmünder seinen Verlag oder Teile verkaufen und sich aus dem Geschäft zurückziehen will.
Details: Das Führerhauptquartier (Kleiststrasse 23-26) meldet
Mehr: taz vom 12.4.2011: Doch jetzt soll Schluss sein mit der Verlegerkarriere

8. April 2011
Nur 6 Wochen nach dem Start von brunoleaks berichtet das Blog samstagisteingutertag.wordpress über uns.
Details: Im Hause Gmünder dürfte man von "Brunoleaks" wenig begeistert sein.

3. Juni 2011
Bruno Gmünder zieht sich nach 30 Jahren aus seinem Verlag zurück. Er verkauft 90% seiner Geschäftsanteile am Bruno Gmünder Verlag GmbH, der Bruno Gmünder Handels GmbH und der Spartacus Holding GmbH an Nikolaus Reis, Tino Henn und Michael Taubenheim.
Besitzerwechsel-Details: Bruno Gmünder Verlag GmbH, der Bruno Gmünder Handels GmbH und der Spartacus Holding GmbH
Mehr: Die taz bietet dem schwulen Selbstdarsteller zum Abschied noch einmal zwei Seiten zur selbstgefälligen Selbstdarstellung.
31 Kommentare zum taz-Artikel: taz-Reklame vom 16. Juni für ein Grossmaul: Bruno Gmünder 27 mal abgewatscht.
Der Neuanfang: Offensichtlich bleibt es bei dem alten gmünderschen Homomüllsprech. "Wir wollen ein Sprachrohr für die Community werden", sagt der Neue - Tino Henn.

22. September 2011
Bruno Gmünder engagiert sich - auch finanziell - beim Bündnis gegen den Papstbesuch Der Papst kommt.
Mehr über seine (plötzliche) neue Rolle als "Papst-Gegner":
siehe "Bruno Gmünder, der Papst und Das Arschbuch

Montag, 21. November 2011

Gepriesen sei Bruno Gmünder, Deutschlands grösster schwuler Verleger - - - und Geschichtsklitterer.


Zehnmal bereits hat brunoleaks das Magazin TORSO  thematisiert.

Unter anderem haben wir nachgewiesen, dass die von Bruno Gmünder und seinem Verlag immer wiederholte Behauptung (siehe auch hier oben), bereits im Jahr 1982 sei in TORSO der erste "Artikel über den unbekannten Schwulenkrebs" erschienen, falsch ist. (die erste TORSO-Ausgabe war das Mai/Juni-Heft 1982)

Jüngst nun erhielten wir eine Gmünder-Briefe-Sammlung und können der gmünderschen Geschichtsklitterung ein weiteres Kapitel hinzufügen. Zitat: "1982 veröffentlichte Bruno Gmünder in dem schwulen Magazin TORSO..."

Einmal abgesehen davon, dass Bruno Gmünder selbst nie etwas in TORSO geschrieben und veröffentlicht hat - was der obige Bruno's Blog suggeriert - hatte er bereits im TORSO-Erscheinungsjahr 1982 mit dem schwulen Magazin quasi nichts mehr am Hut - was er im folgenden Brief persönlich dokumentiert ...



... Der engagierte Bruno Gmünder war also gerade einmal Anzeigenverwalter: "Nicht mehr, nicht weniger." Und war schon im TORSO-Gründungsjahr nicht mehr Mitverleger.

In Abwandlung eines gut 30 Jahre alten Esso-Reklamespruchs kann man sagen: Es gibt noch viel auszugraben. Packen wir's an.


Montag, 24. Oktober 2011

Sogar OUT! - das Who's Who der lesbischen, schwulen und bisexuellen Welt - reduziert Bruno Gmünder auf den edlen Verleger


OUT!, das biografische Verzeichnis berühmter schwuler, lesbischer und bisexueller Menschen, von Axel Schock und Karen-Susan Fessel, erschien erstmals 1997 im Berliner Querverlag (mit 500 Namen). Bis zur 3. Auflage im Jahr 2000 ohne einen Eintrag über Bruno Gmünder (und ohne Christian von Maltzahn).

Erst in der 4. Auflage konnte sich der Querverlag überwinden "einen der 10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland" (170cm gross) in das Verzeichnis aufzunehmen. Allerdings in einer ebenso fehlerhaften wie weissgewaschenen Version, wie in dem obigen Auszug nachzulesen ist. Ein edler Ritter der schwulen Welt. Ein Verleger ohne Fehl und Tadel. Ein schwuler Gutmensch.

Hier ein paar (unvollständige) Ergänzungen/Berichtigungen für die OUT!-Autoren:

1) Bruno Gmünder "absolvierte" kein Jurastudium, sondern brach das Studium nach 3 Semestern ab.

2) "Politisches Engagement, amnesty international, Gefangenenhilfe" ... Bruno Gmünder war bei der linken "Münchener Roten Hilfe", beim linken Münchener BLATT und engagierte sich vor allem für die Freilassung des als Pädophilen verurteilten Peter Schult.
Der Hinweis auf links ist bedeutsam, weil Bruno Gmünder als Ex-Verleger ebenso pauschal wie angewidert über alle Linken herzieht: "Die Linken missbrauchen dich immer. Als Köder, als Verräter, sehr gerne. Zu gegebener Zeit lassen sie dich dann hochgehen..."

3) "1978 zieht Gmünder nach Berlin ... Prinz Eisenherz" ... 1978 wurde die Prinz Eisenherz Buchhandlung eröffnet!!! Gmünder war erst ab 1979 (!) im Eisenherz-Team. In der Eisenherz-History taucht sein Name nicht auf. Auf die Frage nach dem Warum, sagt der schwule Buchladen "...dürfen aus juristischen Gründen ... "

4) Im Mai 1982 produzieren Bruno Gmünder, Christian von Maltzahn und Michael Föster in der Quadro-Verlags GmbH (Sitz im Gmünder-Verlag) das schwule Magazin TORSO (Mix aus Lifestyle und politisch-engagiertem Journalismus), das bereits im Oktober 1983 an den Torso-Verlag Michael Föster übergeht und Ende 1983 nach nur 16 Ausgaben eingestellt wird.


5) Im November 1987 erscheint MÄNNER (heisse Männer, scharfe Fotos, aktuelle Kontakte), ein Softporno-Pin-up-Magazin mit Aufnahmen von US-Porno-Modellen, mit Kontaktanzeigen und vollgestopft mit Eigenwerbung ... das 1990 erzwungenermassen eingestellt werden muss. ("jugendgefährdend")


6) Am 17.7.1988 eröffnen Bruno Gmünder und Christian von Maltzahn ihren ersten Sex-Shop im Berliner Ku'damm-Eck: bruno's, genannt "Mediathek". In den Folgejahren eröffnen bundesweit 5 weitere bruno's Sex-Shops.

7) Im Internet bietet bruno's.de, Your Gay Media Online Store, Bücher, Magazine, Unterwäsche, Dildos, Masturbatoren, Slings, Analduschen, Porno-Comics, Porno-Lesestoff (Loverboys-Serie u.a.) usw.

8) Ab 2000 betreibt Bruno Gmünder einen Vertrieb für schwule Pornofilme.

9) Von 2005 - 2008 produziert Gmünder das Porno-Magazin Erexxion (zur Vorstellung neuer schwuler Pornofilme)

10) Der Bruno Gmünder Verlag produziert (bis heute) das Porno-Magazin porn up!

11) Auf Gmünders PornUp.tv "kannst du aus 30 Vorlieben, Amateure, Fetisch, Bondage... und über 20 Pornostudios" aktuelle Pornofilme abrufen.

12) 2007 kauft sich Bruno Gmünder in die Porno-Produktion CAZZO ein (in deren Serie "Berlin Privat" bareback gevögelt wird)

13) Im Frühjahr 2008 weist das schwule Magazin BUDDY nach, dass in den Sex-Shops des engagierten Bareback-Gegners Bruno Gmünder jede Menge schwule Bareback-Filme angeboten werden.

14) Im März 2011 erklärt das Gmünder-Magazin M - Männer den Verleger Bruno Gmünder zu einem der "10 mächtigsten Schwulen aus Deutschland".

Mehr? Die bisher 60 Einträge in brunoleaks empfehlen sich als Fundgrube, die sich eines angeregten weltweiten Interesses erfreut (selbst wenn nicht permanent neue Eintragungen erfolgen).

Samstag, 24. September 2011

Bruno Gmünder, der Papst und das Schwanzbuch


Es ist amüsant zu beobachten, in welch (neue) "schwulenaktive" Rolle** Bruno Gmünder hier (als Papst-Gegner) schlüpft.

 Denn in 30 Jahren seiner so masslos "schwul engagierten" Verlegertätigkeit hat der Mann nicht ein einziges Buch herausgebracht, das die Verursacher von Schwulenhass, Schwulenverfolgung und Schwulenmorden - die Religionen - hier speziell das Christentum und die Römisch Katholische Kirche - in irgend einer Form zum Thema hatte.

Dafür hat Bruno Gmünder die schwule Community haufenweis mit Titeln beglückt, wie
Das Arschbuch
Bück Dich
Erste Sahne
Blas mich
Mach's mir
Das Schwanzbuch
Dicke Beulen
Toys for Boys, spielend zum Orgasmus
Besorg's mir
Fremdgehen macht glücklich
Stoss um Stoss
...
mehr gefällig?
Gmündersprech:  "Wir sind homo, wir machen homo
und wir wollen dem Homo zum Buch verhelfen!"

** Einige andere schwul-heroische Rollen des Verlegers Bruno Gmünder: 
1) Ich bin Mitbegründer der Deutschen AIDS-Hilfe 
 2) Ich habe Thomas Mann verlegt 
3) Ich bin Sponsor  
4) Ich bin Kämpfer gegen Bareback-Ficken 
5) Ich habe den Gay Guide Spartacus gerettet 
6) Ich bin einer der zehn mächtigsten Schwulen aus Deutschland
7) Ich bin Papst-Besuch-Gegner
... 
mehr gefällig?

Dienstag, 13. September 2011

taz-Reklame vom 16. Juni für ein Grossmaul: Bruno Gmünder 27 mal abgewatscht.

31 Leserkommentare ("bildet doch einfach mal einen klischeehaften Hetero ab... oder eine Blume"), davon 3 neutral, 1 positiv, 27 negativ

taz vom 18. Juni 2011
Homosexueller Verleger Gmünder

"Schwul und links geht nicht"

Deutschlands wichtigster schwuler Verleger, Bruno Gmünder, hat sein Unternehmen verkauft. Linke hält er für "verzehrend, brutal und gehässig". Sex hatte er früher zur Begrüßung.
  • 26.07.2011 15:37 Uhr

    von Thomas:

    Ahja ... Ich habe mich durch den Wust an Meinungen gekämpft und bin erstmal sprachlos. Nicht über Bruno Gmünder, dass ich über solches Geschwätz sprachlos wäre ist lang vorbei. Sondern über die Kommentare.

    Natürlich geht schwul und links. Alles andere geht ja auch. Nur ist man weder automatisch fortschrittlich noch rückschrittlich bis verbrecherisch wenn man schwul ist oder einer anderen Minderheit angehört. Es gibt aber fortschrittliche linke Schwule, rückschrittliche konservative Schwule bis zu verbrecherischen neofaschistischen Schwulen.

    @Linker_Schwuler:
    "DIE LINKE ist bislang die EINZIGE Partei, die sich dem Bündnis gegen den Papstbesuch angeschlossen hat." Die DKP wird sich keinem LSVD Berlin-Brandenburg geführten Bündnis anschließen! Dazu ist uns dieser Verein gerade dort zu rechtslastig und rassistisch.

    Aber auch DKP queer wird etwas gegen den Besuch von Herrn Ratzinger unternehmen.

    Also nochmal, links und Schwul? Naklar geht das! Sogar richtig links und Schwul!

    Liebe Grüße
    Thomas
    DKP queer
  • 07.07.2011 04:41 Uhr

    von Tante Magnesia:

    Liebe taz,
    ich weiß, Ihr habt es auch nicht leicht. Wir müssen alle mit irgendwas Geld verdienen.
    Dafür, daß es in Berlin eine Straßenkreuzung gibt, an der die Rudi-Dutschke-Straße auf die Axel-Springer-Straße trifft, verzeihe ich Euch jede bisher begangene Entgleisung und auch zukünftige.
    Wenn Ihr mal nicht wißt, mit was Ihr Euer Blatt füllen sollt, bildet doch einfach mal einen klischee-haften Hetero ab. Damit wir, die nicht so sind, wissen, was uns fehlt. Oder eine Blume. Aber bitte nicht ermüdente Selbstbeweihräucherung von Menschen wie BG.
    Ihr seid übrigens das beste Satire-Magazin, das ich kenne.
    bussi bussi
  • 20.06.2011 12:38 Uhr

    von Verlach:

    Also... der "wichtigste schwule Verleger" ist das Großmaul sicher nicht. Möglicherweise der wichtigste, der es offen lebt. Ich halte (von den Lebenden) Beisler, Buchholz oder Nonnenmacher schon noch für "wichtiger". Aber wenn es natürlich aufs "Bekennen" ankommt...
  • 19.06.2011 19:37 Uhr

    von reiserobby:

    Ich frage mich auch, welche "Verräter" Bruno Gmünder meint; die, die ihn absolut zurecht Rassismus und Sexismus anhand seiner Verlagspublikationen – oder durch seine Beteiligung an Porno-Produktionen sogar sexuelle Ausbeutung – vorgeworfen haben? Bruno ist nicht Darth Vader, aber von der taz hätte ich mal ein paar schlaue Gegenfragen erwartet. Wahrscheinlich überfordert mit der Frage, ob man den kritisch beäugen darf, weil er schließlich vom andern Ufer ist... Welpenschutz oder Narrenfreiheit für erwachsene und in Gmünders Fall, das kann ich aus persönlicher Erfahrung bezeugen, hochintelligente Homos? Wie ätzend ist das denn? Der heterosexuelle Blickwinkel der deutschen Presselandschaft ist wirklich immer wieder eine Katastrophe. Die taz sollte sich für diesen Quark schämen, eine reine und von Bruno Gmünder toll inszenierte Selbstdarstellung, gute Leistung von ihm, hochnotpeinlich für die gesamte Redaktion.
  • 19.06.2011 18:13 Uhr

    von Linker_Schwuler:

    Der Herr Gmünder gehört eben einer eingeschworenen Cloque an, die sich nicht um die sozoalen Belange der Mehrheit der Schwulen schert, hauptsache, die Kasse klingelt.

    Die Schwule Community ist alles andere als menschlich, sie ist brutal und Menschenverachtend. Wer nicht Jung, Hübsch, Dauergeil ist und dazu noch nen unbehaarten Knackarsch sowie mindestens 30x10 in der Hose hat - ja ich weiss, ich übertreibe - ist unten durch. Wird nicht zur Kenntnis genommen. Die Jungschwulen freuts, können sie sich doch von solventen älteren Herren aushalten lassen.

    Das auch die Jungen mal älter werden und das jeder über 27 inzwischen schon als "Opa" gilt, das es Schwule gibt, die sich aufgrund ihrer miserablen Lage niemals ein Ausgehen leisten können, geschweige denn die Wixvorlagen von einem Gmünder, scheint ihm scheissegaL zu sein. Die Wixvorlagen gibts ohnehin im www viel besser und zumeist gratis.

    Vielleicht mal ein wenig Geschichtsunterricht mit Herrn Gmünder:

    1886 wollte die CSU Internierungslager und Zwangstersts für Schwule einführen, sie scheiterten an der - damals noch linken - SPD und dem massiven Widerstand der Schwulenbewegung.

    1988 beseitigte die böse DDR-Diktatur das Parrallelstück zum westdeutschen §175 aus ihrem Strafgesetzbuch und führte ein allgemeines Schutzalter von 16 Jahren ein.

    In der BRD wurden noch bis 1994 Schwule nach dem §175 rechtskräftig verurteilt.

    der §175 wurde im Zuge des Einigungsvertrages 1994 - gegen den massiven Widerstand der CDU/CSU/FDP ersatzlos gestrichen.

    Die schwarz-gelbe Koalition, die derzeit regiert, weigert sich beharrlich, die Opfer des §175 zu entschädigen, da dies "dem GG zu wider laufe" >> http://www.queer.de/detail.php?article_id=14228

    DIE LINKE ist bislang die EINZIGE Partei, die sich dem Bündnis gegen den Papstbesuch angeschlossen hat >> http://gaylife2011.wordpress.com/2011/06/18/die-linke-wird-das-bundnis-der-papst-kommt-unterstutzen/

    Das sind nur zwei Beispiele, wo es sich zeigt, das die konservativen Parteien uns am liebsten nicht mehr wahrnehmen wollen.

    Noch ein kleiner Hinweis an die, die hier geschrieben haben, das die FDP ja so schwulenfreundlich wäre, wegen der Westerwelle: Als das Gesetz zur Eingetragenen Lebenspartnerschaft eingeführt wurde, legten CDU/CSU & FDP Verfassungsbeschwerde ein!

    Ausserdem sollten Sie auch das mit dem 175er mal lesen.

    Warum ich als Schwuler LINKS bin? Weil ich für Menschen- & Bürgerrechte eintrete. Weil ich dafür eintrete und Kämpfe, das die Armut in diesem reichen Land besiegt wird.

    Weil mir die Rechte der Mehrheit wichtiger sind als die Weltanschauung einer Minderheit.

    http://gaylife2011.wordpress.com/2011/05/17/„sexuelle-identitat“-endlich-ins-grundgesetz/

    http://gaylife2011.wordpress.com/2011/05/15/cdufdp-weiterhin-stramm-rechts-gegen-schwule-lesben-migranten-etc/
  • 19.06.2011 16:29 Uhr

    von Yadgar:

    @docvonstock:
    "Denn schwule Hartz IV-Empfänger werden seine Produkte ganz bestimmt nicht kaufen."

    Schwule Hartzer? Sowas gibt es doch gar nicht! In Hartz IV landen doch nur dumme Prolls und flachgesichtige Angestelltenspießer, die Isch-schwör-Fraktion aus Migrantistan nicht zu vergessen!

    Nein, schwul sein muss man sich erst mal leisten können, Lederbars, Poppers und Ficktrips nach Gran Macabria und Pattaya sind viel zu teuer für Hartzer, die müssen dann eben doof-hetero mit Schwabbel-Uschi aus dem Plattenbau rumschieben...

    @Richard Polle
    "die Sonnenbrille geht nicht"

    Stümpt (Modell 80er-Jahre-Loddelpilot)... aber der Bart ist geil! Yumyumyum!!! Wenn er jetzt auch noch lange Haare... aber lassen wir das!
  • 19.06.2011 14:45 Uhr

    von DiversityAndEquality:


    Kurz vor der letzten Bundestagswahl ergab eine Online-Umfrage des schwul-lesbischen Online-Portals queer.de, dass eine relative Mehrheit der LeserInnen der Partei DIE LINKE ihre Stimme geben würden, knapp vor den Grünen, die ihrem Anspruch auch mal eine links orientierte Partei waren.

    Ich tippe nicht auf notorisch böse, gehässige Schwule, sondern solche, die auch ein minimales Geschichtsbewusstsein mitbringen. Wenn irgend etwas bei nicht total vernebeltem Verstand "überhaupt nicht geht", dann schwul und rechts!

    Wer setzt außerdem in der Gegenwart in der EU (auch bei uns) effektiv gleiche Rechte und Lebensbedingungen auch für homosexuelle Menschen durch, wenn nicht Linke - Sozialdemokraten und Sozialisten? Nachweisbar für jedes einzelne Land der EU!
  • 19.06.2011 10:34 Uhr

    von typisch:

    Gmünder war schon immer ein Schwätzer, der auch gerne lang und breit über Themen redet, von denen er keine Ahnung hat.

    Wie gehässig er selber ist, kapiert der Mann gar nicht. Aber Hauptsache mit dem Finger auf andere zeige - das ist typisch für ihn.
  • 19.06.2011 02:10 Uhr

    von linkerSchwuler:

    Mein Gott, was soll dieses Getue um diesen Gmünder. Ein schwuler Unternehmer, der einen schwulen Markt bediente, und das mit m.E. miserablen und arroganten Kundendienst seitens der Firma. Warum erwähnt der Artikel nicht, dass der Gmünder Verlag auch schwule Pornos vertrieben hat? Dass Herr Gmünder sich auch neuerdings als heuchlerischer Obermoralist in Bezug auf schwule Bareback-Pornos aufgespielt hat? Kein Wort davon in diesem Artikel.
  • 18.06.2011 23:56 Uhr

    von fem/me:

    "schwul und links geht nicht" - brauchte es erst diesen Typen und seine Selbstbezichtigung, um herauszufinden, dass die Schwulenbewegung absolut rechts ist ?
  • 18.06.2011 22:05 Uhr

    von Tanja Klaeft:

    Und vor gar nicht allzu langer Zeit hiess es, dass weder ein Schwuler Hamburg noch Berlin überhaupt regieren könne noch ein Schwarzer US-Präsident oder ein Frau Bundeskanzlerin bzw. ein Schwuler Aussenminister und Vorsitzender einer Bundestagspartei werden könne.

    Vor Wowereit als Kanzler mögen wir indes hoffentlich verschont bleiben, aber nicht wegen seiner sexuellen Orientierung, sondern aufgrund der Tatsache, dass es sich bei ihm um einen inkompetenten Blender handelt, der sich, typisch links, auf das Verprassen des von anderen Leuten erwirtschafteten Gelds spezialisiert hat (obwohl das zugegebenermassen nittlerweile fast für die gesamte deutsche politische Elite gilt).
  • 18.06.2011 20:05 Uhr

    von chy:

    Ein Wort reicht: Oberflächlich!
    (Dies gilt für den ein Leben beschreibenden Artikel und die enthaltene Selbstdarstellung; über dieses Leben maße ich mir ein Ufteil nicht an.)
  • 18.06.2011 19:32 Uhr

    von Richard Polle:

    Ich wurde sagen, die Sonnenbrille geht nicht.
  • 18.06.2011 17:47 Uhr

    von Dr. rer. Nat. Harald Wenk:

    Als Verlegr hat der Herr wohl eine besonderes Verhältnis zur "Provkotation". Allerdings sind die Verletzlichkeiten von Homsexuellen auch bei anderen schon des öfteren in provokanten Angiffen, die immer ein Mindestmass, kann nur kanp über 0 sein, am "Sitz im Leben", öffentlich "verschoben" im psychanlytischen Sinne artikuliert worden.

    Die "Statistik" des Normalismus, es ist eben bei selteren Miderheiten weniger da an Rückkopplungen, Vermittlunfgsformen, Konventionen, Gemeinsamkeiten generell.

    Darunter leiden auch die "emphatischen" Linken,
    unter ihrer höheren Sensibilität und "Zielscheibendasein" für öffentliche und private Verachtung.

    Leidensgenossen als Zielscheibe, die zudem noch die Kärnerarbeit der relativen öffentlichen Anerkennung von Homosexuellen geleistet haben - das SPIEL mit der Scham, ihre Zurückwendung auf deren Auflöser,
    die einzige Befreiungsmöglcihekit weltweit,
    ist eins mit den emotionalen Feuern.
  • 18.06.2011 15:25 Uhr

    von Jürgen:

    Dieser Artikel trifft den Nagel!
  • 18.06.2011 15:24 Uhr

    von IMarkus:

    Ich finde es albern zu sagen dass Linke und Schwule nicht zusammen passen, kommt natürlich drauf an was für einen links Begriff man hat. Man sollte eher zusammenhalten. Belächelt wird man überall ausser eigentlich bei den Grünen.
  • 18.06.2011 14:33 Uhr

    von Zyniker 2:

    Genau deshalb sind so viele Schwule und Transen in den rechten Parteien. Auch Lesben findet man ja so viele z. B. in der NPD.

    So ein Quatsch!!

    Diese neue anti-links Propaganda kotz mich an. Merkt es denn keiner. Die Linken werden gefährlich für die Etablierten, und so geht die Hetzkampanie los. Linke sind Antisemitisch, Linke haben was gegen Schwule und Lesben, die wollen den Kommunismus und die DDR wieder, bald müssen wir alle wieder Trabbi fahren und bekommen keine Bananen mehr, usw...... Leute lasst euch doch nicht verblenden von den "Alteingesessenen, die Ihre Macht brökkeln sehen und das "dumme" Volk manipulieren wollen.
  • 18.06.2011 14:32 Uhr

    von spin:

    "linke sind schlimm, schwule sind toll!" - was ist denn das für ein geschäftshansel, der aus seinen partikularen erfahrungen gleich ein komplettes (und sehr schlichtes) weltbild zimmert?

    natürlich sind auch weiterhin viele schwule, lesben und queers links, ob judith butler, zahlreiche uni-schwulenreferate oder der berliner "transgeniale csd". das hat gute gründe, denn es ist auf (soziale) gleichheits-, freiheits- und solidaritätsfroderungen zurückzuführen.
    aus ähnlichen gründen setzt sich beispielsweise die linkspartei (die man in vielem kristisieren sollte) gegen die diskriminierung von homos bei der blutspende ein.

    dass aber ein multimillionär zum renegaten wird, ist ebenso durchsichtig wie die tatsache, dass ein wissenschafts- und feuilletonkarrierist wie götz aly die neue linke als wiedergänger der nazis bezeichnet. der hysterische rundumschlag kommt weitgehend argumentfern daher und landet inhaltlich beim rechten flügel der cdu der 1980er.
  • 18.06.2011 14:31 Uhr

    von sapere aude:

    Die schwule Community sei sehr menschlich, "nicht so wie bei den Linken, verzehrend, brutal und gehässig."
    Soso, also für mich klingt das nach dem Nachtreten eines, der selbst längst bei den Konservativen Unterschlupf gefunden hat, die ihn für widernatürlich und ekelhaft halten (oder zumindest hielten).

    Was sich hier herauslesen lässt ist: "Die Linken sind ja toll, wenn sie für die Rechte der Schwulen kämpfen, aber sonst sind sie mir einfach zu anstrengend!"
    Dann aber ist man und war man nie links, man hat sich nur mit der linken Szene gemein gemacht, weil man dieselben Ziele hat - dagegen ist nichts einzuwenden, man sollte es nur auch so kommunizieren.
    Leute, die sich für links halten, weil sie schon mal auf einer Mai-Kundgebung des DGB waren und dann weiter ihr Kreuz bei CDU und FDP machten, haben wir in diesem Lande wahrlich genug - die schreiben sogar schon Bücher darüber, hab ich gehört.

    Entweder man lebt damit, sich rechtfertigen können zu müssen, oder man gesellt sich zu den führertreuen. Punkt.
  • 18.06.2011 14:06 Uhr

    von anonym.us:

    Eigentlich ist man immer irgendwie links, wenn man Homo ist. Weil man immer quer zum heterosexuellen gesellschaftlichen Feld steht.

    Dass das linke Spektrum aber irgendwie sehr selten auf antihomoseuelle Taten und Gedankengute kritisch eingeht ist leider sehr wahr. Und das Deutschland noch zu ressentimentär wäre für eine/n schwulen oder lesbischen Kanzler/in ebenfalls.

    Der letzte große Erfolg der Homosexuellenbewegung war die Abschaffung der Todesstrafe (für jeden) und des §175 StGb. Ansonsten hat aber auch die Homosexuellenbewegung vor allem eins gemacht: viel Party.

    Ich habe schon eine Menge Schwule kennengelernt (als Schwuler), aber davon waren die meisten schlicht apolitisch. Man kann das Ignorieren der Homosexuellen-Belange seitens der Politischen Klasse nicht nur dieser anlasten, weil die Homosexuellen ihrerseits auch nicht gerade mit politischem Aktivismus brilieren, was ich selbst bissi schade finde.

    Andererseits muss man aber auch verstehen, dass Homosexuelle niemals zur gesellschaftlichen Normalität zählen werden, sondern immer einen herausgehobenen Status haben werden - eben que(e)r zur Gesellschaft stehen. Und das ist auch gut so! Nur ist de Bewegung im Moment vom ganzen Partymachen und Lebenspartnerschaften eintragen vielleicht etwas müde.
  • 18.06.2011 13:47 Uhr

    von Doro:

    Ich danke Herrn Gmünder für die (viel zu selten anzutreffende) Selbstkritik in Sachen "Umgang mit sexualisierter Gewalt an Kindern in den 1960er und 1970er (und 1980er und 1990er) Jahren innerhalb der Schwulen- (und Linken-)Bewegung"!!

    Dieser (Zitat) "kokettierende" - aber leider auch extrem verleugnende bzw. verHERRlichende - Umgang mit diesen Straftaten (!!) hat auch dazu beigetragen, das Leid der Betroffenen so, so viele Jahre zu verlängern, ihr Schweigen zu zementieren und die gesellschaftliche Wahrnehmung von sexualisierter Gewalt an Kindern zu untergraben.

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich auch die taz und weitere damals "kokettierende" Akteur_innen (u.a. der GRÜNEN-Politiker Volker Beck) heute selbstkritisch mit ihrer (damaligen?) Haltung auseinandersetzen und sich damit HEUTE eindeutig positionieren würden. Nämlich nicht mehr auf der Seite der Straftäter_innen.
  • 18.06.2011 13:11 Uhr

    von MarcStefan:

    Als jüngerer Vertreter, der erst Anfang der 1970er geboren wurde, begegnete mir der Name Bruno Gmünder natürlich erst mit dem Lesen und Betrachten der Magazine von dessen Unternehmen sowie natürlich beim Reiseführer Spartacus. Dieses Buch verbinde ich am Stärksten mit dem Namen Bruno Gmünder.

    Mein Leben wurde viel später erst mit der nach 1990 aufkommenden Debatte zur Einführung des Lebenspartnerschaftsinstitutes geprägt und natürlich von der massiven Veränderung der Community durch die Neuen Medien und das Internet.

    Das Bruno Gmünder nunmehr verkauft, liegt wohl daran, das die Medienlandschaft seit den letzten zehn Jahren mit dem Internet in einem massiven Umbruch sich befindet, das starken Einfluss auf homosexuelle Menschen und deren Lese/Kommunikations- und Datingverhalten hat.

    Was die Kritik von Bruno Gmünder an den Linken angeht, kann ich die 1970er und dem Aufbau der LGBT-Szene nicht beurteilen; das ist für mich bereits deutsche Geschichte und als Student der 1990er durfte ich vielmehr die Vorteile der bereits aufgebauten Szene in Deutschland nutzen.

    Mich interessiert daher diese Debatte um die Linken viel weniger, da es für mich Geschichtsdebatten sind. Da interessiert mich vielmehr die heutige Debatte um die Eheöffnung, die massiv von den Grünen, den Sozialdemokraten und den Liberalen in Deutschland geprägt wird und kaum von der Linkspartei bisher mit offen homosexuellen Kandidaten auf Bundesebene gestaltet wurde.

    Es fällt mir sowieso immer wieder auf, das ältere Aktivisten viel mehr sich mit den Linken auseinandersetzen als die jüngere Generation der homosexuellen Aktivisten, die sich doch mehr bei den Grünen, Sozialdemokraten und Liberalen wiederfindet.

    Vielleicht hat das damit zu schaffen, das die Linken zu Wendezeiten mehr mit der SED von meiner jüngeren Generation negativ wahrgenommen wurden und nicht von den geistigen Kämpfen der westlichen Linken in den 1970er geprägt wurde.

    Meine Generation der Mitte/Ende 30er wird von ganz anderen im Verhältnis leichteren Schwierigkeiten geprägt. Die Vorteile der Szene zu nutzen, bin ich seit jungen Jahren als Student gewohnt. Auffallend ist aber das mit dem Internet die Szene sich verändert hat, da ich durchaus noch einige Jahre vor dem Aufkommen des Internets die Szene kennenlernen durfte.


    Eigentlich müßten hierzu einmal soziologische Studien gemacht werden, wie das Internet und die Neuen Medien die homosexuelle Szene massiv zum Guten und zum Schlechten verändert haben. Und diese Veränderung dürfte auch Bruno Gmünders Unternehmen und sein Leben der letzten Jahre stark beeinflusst haben.
  • 18.06.2011 12:25 Uhr

    von Paula:

    Das dürfte für die zahlreiche linke Leserschaft von queer.de ein schwerer Schlag sein. Rubrik: Homo-Gurke.
  • 18.06.2011 12:03 Uhr

    von Nico:

    "also vor AIDS" - ne, davor gab's AIDS noch nicht. Das ist dann in einer lauen Sommernacht einfach irgendwann vom Himmel gefallen.

    Und: Ist mir doch egal, ob unser Kanzler schwul ist oder nicht?! Er sollte n guten Job machen und nicht so schmierig wie Westerwelle sein, wobei das kaum etwas damit zu tun haben dürfte dass er homosexuell ist.
  • 18.06.2011 11:44 Uhr

    von nice.guy.eddie:

    "Die Linken missbrauchen dich immer, als Köder, als Verräter"
    "In wesentlichen Punkten haben sie die Schwulen im Stich gelassen"
    Die schwule Community sei sehr menschlich, "nicht so wie bei den Linken, verzehrend, brutal und gehässig."

    Was soll das heißen, geht es auch etwas expliziter? Von welcher "Linken" ist den hier die rede.

    "Ich finde den Artikel einfach nur kraftlos, voreingenommen und in wesentlichen Punkten ohne Aussage."
  • 18.06.2011 11:05 Uhr

    von G. Hänge-Gülden:

    Schwulenaktivisten würden so viel mehr erreichen, wenn sie nicht ausnahmslos dieses tragisch-lachhafte an den Tag legten, wie sonst nur Modelleisenbahner in ihren späten Vierzigern.
  • 18.06.2011 10:38 Uhr

    von Paria:

    Es soll ja auch Schwule geben, die einen ganz normalen Job haben, ohne ständig ihre Sexualität vor sich her zu tragen. Die werden dann auch für ihre berufliche Leistung respektiert und sind vielleicht zufriedener. Vielleicht sollte es Herr Gmünder mal damit versuchen.

    "Wir hatten Sex zur Begrüßung, zum Abschied und dazwischen auch."
    Wenn's ihm natürlich nur darum geht, könnte ich ihm auch ein Gewerbe empfehlen...
  • 18.06.2011 09:49 Uhr

    von Auch Schwul:

    Mann O Mann TAZ!!

    Ich halte es für eine absurde Idee, dass Sie Herrn Gmünder soviel Aufmerksamkeit schenkt. Wer hatten deenn diese Idee? Euer Berufsschwuler JF?

    B. Gmünder und sein Verlag sind für die schwule Bewegung der Jetzt-Zeit aber sowas von irrelevant. Auch bereits als ich vor 25 Jahren mein Coming Out hatte, habe ich um Bücher von Bruno Gmünder einen Bogen gemacht: Die Titel in der Regel: Schmierig, niveaulos und schwule Klischees bedienend. Daran hat sich nichts geändert. Warum soll ich mir Aussagen von diesem Geschäftsmann anhören?

    Allein Schon seine Aussagen in Eurem Artikel sind oberflächlich und stereotyp "Wir hatten Sex zur Begrüßung ..." (Gähn!!), Wowereit wird nie Kanzler (Oh Gott). Das Interview werde ich mir echtn nicht durchlsen.

    Naja und die Taz:
    Als Schwuler weiss ich das natürlich alles - Als Nichtschwuler könnte ich denken, dieser Mann und sein schmieriger Verlag wären irgendwie repräsentativ. Das ist aber nicht so. Es wäre Eure journalistische Pflicht, das für die Leser auch so korrekt einzuordnen.
  • 18.06.2011 09:39 Uhr

    von alabasta:

    Schwul und links geht sehr wohl. Wenn Herr Gmünder eine andere Meinung dazu hat dann ist das seine Privatsache. Sicher wird die schwul-lesbische Gemeinde oft als politisches Feigenblatt verwendet - auch von den Linken aber die machen sich zumindest die Mühe darüber zu diskutieren und haben sich für die Rechte von LSBT eingesetzt. Aber Herr Gmünder ist/war Geschäftsmann und sieht in erster Linie seine eigenen Interessen. Er kann aber nicht für die ganze Community sprechen.
  • 18.06.2011 09:08 Uhr

    von Tortes:

    Ob die Gaycomunity wirklich so menschlich ist, wie Gmünder beschreibt, wage ich doch sehr zu bezweifeln.
    Ich habe sie eher als arrogant, eingebildet, oberflächlich, nur auf Oberflächlichkeiten bedacht erlebt. Ich habe mich dann in meinen besten Jugendjahren wieder von ihr abgewendet, so viel Verlogenheit, das ging einfach nicht !
    Was politisch links anbetrifft, ich bin homosexuell und links, und ich kann das bestens miteinander vereinbaren !
    Das Problem Gmünders scheint wohl eher die Offenheit vieler Linker zu sein, offen zu sagen, was sie denken.
    Ein absolutes "No Go", die auf Scheinheiligkeit bedachte Gaycomunity kann so etwas überhaupt nicht haben.
  • 18.06.2011 08:41 Uhr

    von docvonstock:

    Ich weiß nicht in welcher Welt der Herr Gmünder eigentlich lebt. Wahrscheinlich in der künstlichen rosaroten Welt der hedonististischen Schwuppen mit FDP-Mitgliedsbuch.

    Wenn man bedenkt, dass Männer im KZ gesessen haben und dort misshandelt und getötet worden sind, weil sie homosexuell waren, dann sollte man erwarten, dass diese "Community" eigentlich den menschlichen Umgang miteinander auf ihrem Banner festgeschrieben haben müssten. Aber keine Gemeinschaft betreibt solch eine Selektion und Diskriminierung wie die schwule Community. Alte und Arme sind praktisch lebensunwert, weil sie nicht den ästhetischen Ansprüchen eines immer jungen Dorian Gray genügen. Lediglich als Sponsoren für jugendliche Lover werden sie geduldet und mitleidig belächelt. Kein Wunder, dass als Todesursache die Alkoholkrankheit an 2. Stelle steht.

    Der Herr Gmünder gehört, wie so andere Edeltunten, zu einer wohlhabenden Kaste, die in sich abgeschlossen ist. Das ist sein gutes Recht. Nur stünde es ihm dann auch an, wenn er seine eng beschränkte Weltsicht für sich behalten würde, anstatt über Dinge zu bramarbasieren, von denen er jedenfalls keine Ahnung hat. Der Herr bestätigt lediglich die negativen Klischees über Schwule. Repräsentativ ist er nicht - das glaubt er wohl nur selbst.

    Denn schwule Hartz IV-Empfänger werden seine Produkte ganz bestimmt nicht kaufen.